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Schnelligkeit ist die Fähigkeit, Bewegungen mit der größtmöglichen Geschwindigkeit auszuführen, und kann als sehr komplexes Thema betrachtet werden.Art der BewegungZunächst einmal gilt es, zwischen den verschiedenen Bewegungsformen zu unterscheiden. Es bestehen zyklische (sich wiederholende) Bewegungsformen, wie zum Beispiel der Sprint. Hier sind die aufeinanderfolgenden Schritte im besten Fall identisch. Das bedeutet, eine gute Technik ist hierbei wichtig. Bei zyklischen Bewegungen spricht man auch von einer Grundschnelligkeit.Bei azyklischen Bewegungen handelt es sich demgegenüber um alleinstehende Bewegungen, bei der die einzelnen Teilbewegungen einander nicht gleichen. Unter azyklischen Bewegungen versteht man zum Beispiel Tacklings, Sprünge oder einen Torabschluss.

Bewegungsschnelligkeit

Im Fußball sind beide Formen der Bewegung wichtig und müssen teilweise miteinander funktionieren, beispielsweise bei einem Sprint mit anschließendem Torabschluss. Das reine Trainieren von Sprints für die Schnelligkeit reicht deshalb für sich genommen nicht aus. Es ist zudem empfehlenswert, Übungen mit dem Ball in ein Schnelligkeitstraining einzubauen, um die Umsetzung auf dem Spielfeld zu unterstützen.

Anforderungen an die Muskulatur

Um im Fußball möglichst schnell zu sein, stellen sich der Muskulatur mehrere Herausforderungen. Für eine gute Schnelligkeit ist die Kraftentwicklungsfähigkeit der Muskulatur und auch das Zusammenspiel zwischen den Muskeln sehr wichtig. Diese lassen sich am besten durch Maximalkrafttraining und Koordinationstraining schulen.Im Fußball muss der Spieler auch in der Lage sein, über 90 Minuten immer wieder schnellstmögliche Sprints abzuliefern. Deshalb ist eine gute Sprintausdauer unabdingbar. Sie lässt sich am besten mit sehr intensiven Kurzintervallen trainieren. Hier ist vor allem eine gute Regenerationsfähigkeit der Phosphatspeicher innerhalb der Muskulatur wichtig.Des Weiteren spielen die Muskellänge und Dehnfähigkeit für die Schnelligkeit eine große Rolle. Bei Sprints ist beispielsweise der schnelle Wechsel zwischen Oberschenkelbeuger und -strecker notwendig. Eine verkürzte Muskulatur ist dabei sehr verletzungsanfällig und behindert die maximale Schnelligkeit. Um auf Schnelligkeitstraining bestmöglich vorzubereiten, ist deshalb ein wippendes Dehnen zu empfehlen. Das dient zum einen dazu, die Muskeln auf die Belastungsfähigkeit zu prüfen und zum anderem, die Muskulatur auf die Schnellkraftanforderung vorzubereiten.Regelmäßiges Dehnen kann die Schnelligkeit daher stark verbessern; verkürzte Muskulatur kann wieder gestreckt werden. Außerdem ist der Muskel durch Rezeptoren vor zu schnellen Längenänderungen geschützt. Regelmäßiges Dehnen führt dazu, dass der Muskel an Länge gewöhnt wird und dadurch schnellkräftige Bewegungen besser ausführen kann.Um einen gegenteiligen Effekt zu vermeiden, sollte der entsprechende Muskel dabei vor allem vor Schnelligkeits- und Sprinttrainings nicht allzu stark ausgedehnt werden. Ein zu kräftiges Dehnen führt dazu, dass die schnellen Muskelfasern langsamer reagieren und daher die Schnelligkeit abnimmt.

Trainingtipps

Sprints gehen in der Regel mit maximalen Belastungen einher. Um die Schnelligkeit zu trainieren, sind maximale Belastungen daher notwendig. Das bringt einige Regeln für ein optimales Schnelligkeitstraining mit sich. Da es immer wieder maximale Belastungsanforderungen geben sollte, ist die Einhaltung der Pausen zwischen diesen sehr wichtig.Für maximale Belastungen spielt die Konzentration und Motivation der Athleten eine große Rolle. Das bedeutet zum einen, dass Schnelligkeitsübungen immer am Anfang einer Trainingseinheit stehen sollten. Da bei einem Schnelligkeitstraining nach intensiven Belastungen die Verletzungsgefahr nämlich zu hoch wäre, würde das Training seinen Zweck verfehlen, da keine maximalen Leistungen mehr möglich wären.Vor dem Schnelligkeitstraining stellt außerdem das ordentliche Aufwärmen eine wichtige Grundlage dar. Auf der einen Seite muss die Muskulatur aktiviert sein, um hohe Leistungen erbringen zu können, auf der anderen Seite sinkt durch eine warme Muskulatur die Verletzungsanfälligkeit.Die Sprintanforderungen in einem Spiel liegen zwischen 5 und maximal 30 Metern. Deshalb sollten die Sprintstrecken in einem Schnelligkeitstraining am besten bei maximal 25 Metern liegen. Vor allem eine hohe Antrittsschnelligkeit macht im Spiel häufig den Unterschied. Auch deshalb macht es Sinn, die Sprintstrecken nicht zu groß zu halten.Zur Abwechslung können auch längere Sprints sinnvoll sein, um die Muskeln auch einmal anders zu reizen und so Anpassungen auszulösen. Dazu könnten beispielsweise 60 - 80 Meter Sprints dienen. Im Fußball sind zwar immer wieder längere Sprints gefordert, der Fokus sollte allerdings vorrangig auf den kürzeren Strecken liegen.Tacklings profitieren von einer hohen Bewegungsschnelligkeit. Es kommt bei einem Tackling nicht nur darauf an, Kraft und Körpereinsatz anzuwenden, sondern diese auch im richtigen Moment einzusetzen. Ein Krafttraining kann hierbei unterstützend wirken. Am besten kann man Tacklings in reinen Zweikampfformen trainieren.Da die Belastungen im Fußball sehr verschieden sind, sollte man bei der Trainingssteuerung darauf Rücksicht nehmen. Es macht auch durchaus Sinn, die Schnelligkeit in Trainingsformen mit dem Ball zu trainieren, um das Ballgefühl unter maximalen Belastungen zu schulen.Die Muskelfaserverteilung spielt in der Schnelligkeit ebenfalls eine wichtige Rolle. So sind Spieler mit überwiegend schnell zuckenden (Fast Twitch) Faseranteilen besser veranlagt als Spieler mit langsam zuckenden (Slow Twitch) Faseranteilen. Aufgrund dieser Veranlagung ist es nützlich, die Mannschaft in Leistungsgruppen zu unterteilen. Die Sprintertypen regenerieren zwischen den einzelnen Sprints schneller als die Ausdauertypen. Dieser Umstand kann für eine optimale Belastungssteuerung berücksichtigt werden, indem den Ausdauertypen längere Pausen gewährt werden.

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