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[vc_row][vc_column][vc_column_text]Embed from Getty ImagesJosep “Pep” Guardiola steht für die Extremform des Ballbesitzfußballs, die er in seiner Zeit bei Barcelona aus dem Erbe von Johan Cruyff entscheidend weiterentwickelt hat. Konsequent hat er den Weg des Ballbesitzfußballs dann auch beim FC Bayern und bei Manchester City weiterverfolgt.In Barcelona waren es Spieler wie Xavi, Iniesta und der mehrfache Weltfußballer Lionel Messi, die die Säulen von Peps Spielweise waren. Beim FC Bayern waren es Schweinsteiger, Lahm, Martinez, Thiago und Alonso im flexiblen Zusammenspiel mit der Reihe Ribéry, Müller und Robben.Auch bei Manchester City kann er sich auf hochbegabte, technisch versierte Einzelspieler verlassen, die seine Idee vom passspielorientierten Ballbesitzfußball verstehen und umsetzen. Was aber sind die wichtigsten Eckpfeiler und Verhaltensweisen in Guardiolas Spiel?

Langer Ballbesitz, um den Gegner zu ermüden

Lange Ballbesitzphasen sorgen dafür, dass die Gegner sehr viel verschieben müssen. Wollen sie den Ball gewinnen, geht das nur über hohen Kraftaufwand. Je schneller der Gegner spielt, desto größer muss der läuferische Einsatz sein.Der lange Ballbesitz ist auch psychisch durchaus anstrengend, weil man als Gegnermannschaft lange Zeit nur hinterherläuft. Dieses Gefühl, keinen Zugriff auf den Gegner zu kriegen, muss man erst einmal aushalten können.Ein weiterer Aspekt ist es, dass der lange Ballbesitz der eigenen Mannschaft Sicherheit gibt. Je mehr Ballkontakte man hat und weniger Fehlpässe die eigene Mannschaft spielt, desto sicherer fühlen sich die Spieler beim Kombinationsspiel.

Das kann dazu führen, dass auch schwierigere sowie schnelle Kombinationen auf engem Raum gelingen, weil die Mannschaft quasi warmgespielt ist.Diese langen Ballbesitzphasen sind auch für die eigene Mannschaft kraftraubend. Sie müss ständig Anspielstationen bieten, um das Risiko eine Ballverlustes als Team gering zu halten. Dazu sind viele kleine Sprints notwendig, mit denen die Spieler sich aus dem Deckungsschatten bewegen oder von ihrem Gegenspieler lösen.

Ein ausgeglichener Kader mit genügend Breite

Um diese Spielweise durchgängig auf den Platz bringen zu können, braucht Guardiola Spieler, die den Ballbesitzfußball verinnerlichen.Um über eine lange Saison auch bei Verletzungen und Formtiefs einzelner Spieler die eigene Spielweise umzusetzen, muss der Kader auch entsprechend breit besetzt sein. Das bedeutet, dass insbesondere zentrale Positionen mit ähnlicher Qualität doppelt besetzt sein müssen.So bleibt die Mannschaft im Gleichgewicht, auch wenn wichtige Spieler ausfallen.

Maximale Raumausnutzung und Pressingresistenz

Das Aufbauspiel basiert auf optimaler Raumausnutzung. Abwehrkette und Mittelfeld fächern breit auf, die Außenspieler bis auf die Seitenauslinie. Die Stürmer sorgen für maximale Tiefe, indem sie sich auf der Abseitslinie bewegen.Auch diese Breite im Spiel sorgt dafür, dass die gegnerische Mannschaft weite Laufwege hat, wenn sie attackieren will. Dazu verschafft der größere Raum den Aufbauspielern in Guardiolas Mannschaften mehr Zeit.Guardiolas Spielweise fußt weiterhin auf einer großen Pressingresistenz im individualtaktischen und gruppentaktischen Verhalten: Einzelspieler haben die technischen Fähigkeiten, in engsten Spielsituationen unter hohem Gegnerdruck noch gute Lösungen zu finden und den Ballbesitz zu sichern.Ohne diese technische Exzellenz, die Spieler wie Xavi, Iniesta und Messi auszeichnet, ist erfolgreicher Ballbesitzfußball auf Weltklasseniveau unmöglich. Gruppentaktisch betrachtet ist vor allem die Fähigkeit einzelner Positionsgruppen entscheidend, dem Ballbesitzer durch dynamische Laufwege und unberechenbare Laufwege jederzeit Anspielstationen zu bieten.Embed from Getty ImagesDas Spiel in enge Räume kann dazu dienen, die gegnerische Defensivformation auf eine Seite zu ziehen und dann blitzschnell zu verlagern. Im vorher ballfernen Raum ergeben sich dann Chancen für 1 gegen 1-Situationen der schnellen und technisch starken Außenspieler.

Gegenpressing, um langes Zurücklaufen zu verhindern

Misslingt dieses Spiel in enge Räume, lässt Guardiola seine Mannschaft aggressives Gegenpressing spielen. Ohnehin lässt er seine Mannschaft in Ballnähe eng staffeln, um Anspielstationen zu bieten. Das erleichtert es bei Ballverlust, sofort ins Gegenpressing zu gehen.Gelingt hier der Ballgewinn, wird schnell und direkt in Richtung gegnerisches Tor kombiniert, um die Unordnung der gegnerischen Abwehr auszunutzen. Das hat den zusätzlichen Vorteil, dass die eigene Mannschaft keine langen Wege nach Hinten machen muss, sondern in ihrer eher hohen Position verteidigen kann.

Spielaufbau aus der Viererkette

Aus der Viererkette (z. B. dem oft gespielten 4-2-3-1 System) lässt Guardiola meistens so aufbauen, dass in der letzten Reihe eine Dreierkette entsteht. Einer der Außenverteidiger schiebt in der Grundaufstellung weit nach vorne am Flügel. Dadurch ergeben sich Anspielstationen am offensiven Flügel.Embed from Getty ImagesGuardiola erweitert das noch, indem er Positionswechsel zwischen dem Außenverteidiger und dem Außenspieler auf dieser Seite spielen lässt. Der Außenverteidiger schiebt auf der Ballseite von seiner Außenposition schräg nach innen, der Außenspieler von der Halbposition nach Außen an den Flügel.Dadurch ergibt sich entweder eine Passmöglichkeit auf den eingerückten Verteidiger oder auf den nach Außen kommenden Spieler. Aufgrund der schnellen und gut abgestimmten Positionswechsel kann der Gegner nur schwer effektiv verteidigen.

Variables Angriffsspiel

Guardiolas Angriffsspiel ist meist sehr variabel. Sowohl über das starke Zentrum (im Fall von Manchester City of mit De Bruyne) als auch über die qualitativ hochwertig besetzten Außenpositionen (Sterling als Außenstürmer) sind jederzeit kreative und gefährliche Aktionen möglich. Über diese ist jederzeit eine gefährliche Aktion möglich.Embed from Getty ImagesDiese Variabilität ist unbedingt notwendig, um das Prinzip der maximalen Raumausnutzung konsequent anwenden zu können. Hätte man im Offensivbereich hier eine Schwäche z. B. eine Tendenz zum Spiel durch die Mitte, so wäre es dem Gegner möglich, Offensivaktionen effektiv zu unterbinden. Beispielsweise würde der Gegner einfach das Zentrum stärker verteidigen als die Flügel.Kann er das nicht, so ergeben sich beinahe zwangsweise Lücken, weil das Verschieben nicht immer im gleichen Tempo erfolgen kann wie die Verlagerung der Angreifer.

Aggressive vertikale Läufe in den Strafraum

Gelingt es, auf der Außenbahn durchzubrechen, haben die Spieler oft Möglichkeiten für gefährliche Torabschlüsse. Bei Guardiola rücken häufig bis zu 6 Spieler in den gegnerischen Strafraum auf und sorgen für Torgefahr.Das macht dem Gegner die Torverteidigung extrem schwer, weil die eigenen Mittelfeldspieler ungewohnt weit mit nach hinten arbeiten müssen. Verpasst hier ein Spieler den Lauf nach Hinten, ist ein Spieler frei und kann ggf. abschließen. Die Hereingaben werden meistens flach gespielt, da sie so besser zu verwerten und zu kontrollieren sind.[/vc_column_text][vc_btn title="Plane Dein Training mit Coachbetter" style="custom" custom_background="#3ea371" custom_text="#ffffff" size="lg" align="center" link="url:http%3A%2F%2Fcoachbetter.com%2Fde|||"][/vc_column][/vc_row]

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